Grippeimpfung München 2026: Zeitpunkt, Wiesn & Nebenwirkungen | Hausarzt Romanplatz
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Grippeimpfung München 2026: Zeitpunkt, Schutz, Wiesn & Nebenwirkungen

Die Grippeimpfung in München schützt gezielt vor Influenza – der echten Virusgrippe. Sie schützt dagegen nicht vor jedem Schnupfen oder jedem Atemwegsinfekt, der rund um das Oktoberfest umgangssprachlich als „Wiesn-Grippe“ bezeichnet wird.

Gerade in München lohnt es sich, den richtigen Zeitpunkt frühzeitig zu planen. Während der Wiesn kommen sehr viele Menschen auf engem Raum zusammen. Gleichzeitig beginnt im Herbst die Saison der Atemwegsinfektionen.

Hausarzt Dr. med. Gernot Brockmann erklärt, wann die Influenzaimpfung sinnvoll ist, für wen sie besonders empfohlen wird, welche Nebenwirkungen auftreten können – und was medizinisch tatsächlich hinter der sogenannten Wiesn-Grippe steckt.

Teil unseres Impf-Hubs: Einen Überblick zu Impfungen, STIKO-Empfehlungen, FSME, Zoster, Reiseimpfungen und unserem Impfpass-Check finden Sie unter Impfungen in München – Impfberatung & Impfpass-Check . Medizinische Grundlagen: RKI: Influenza und Grippeimpfung · Paul-Ehrlich-Institut · WHO: Seasonal Influenza
ca. 10–14 Tage bis sich der Impfschutz aufgebaut hat
Jährliche Impfung da sich Influenzaviren und Impfstoffzusammensetzung verändern
Besonders wichtig für Menschen mit erhöhtem Risiko
Grippeimpfung München bei Hausarzt Dr. Gernot Brockmann am Romanplatz
Influenzaimpfung in unserer Hausarztpraxis am Romanplatz in München.
Der richtige Zeitpunkt

Wann sollte ich mich gegen Influenza impfen lassen?

Nach der Impfung benötigt das Immunsystem ungefähr 10 bis 14 Tage, um den Schutz aufzubauen. Deshalb sollte die Impfung möglichst rechtzeitig vor einer stärkeren Influenzawelle geplant werden.

Ist September zu früh?

Nicht grundsätzlich. Der passende Zeitpunkt hängt unter anderem von Alter, Vorerkrankungen, persönlichem Risiko und der individuellen Kontaktsituation ab. Für viele Erwachsene liegt der klassische Impfzeitraum im Herbst.

  • September: Eine frühzeitige Planung kann individuell sinnvoll sein.
  • Oktober und November: Für viele Menschen der typische Zeitraum.
  • Auch später: Während einer laufenden Influenzasaison kann eine Impfung weiterhin sinnvoll sein.
Sie sind unsicher, wann der richtige Zeitpunkt für Sie ist?
Wir berücksichtigen Alter, Vorerkrankungen, Medikamente und individuelle Risikofaktoren und können auf Wunsch gleichzeitig den Impfpass nach den aktuellen STIKO-Empfehlungen überprüfen.

Weiterführend: Robert Koch-Institut · DocCheck Flexikon: Influenza-Impfung

Und was hat das mit der Wiesn zu tun?

Warum nach dem Oktoberfest so viele Menschen mit Atemwegsinfekten in die Praxis kommen – und warum die sogenannte „Wiesn-Grippe“ nicht automatisch Influenza bedeutet – darüber sprach Dr. Gernot Brockmann mit Radio TOP FM.

🎙️ TOP-FM-Interviews anhören →

Dr. Brockmann bei Radio TOP FM

Was steckt hinter der „Wiesn-Grippe“?

Warum Atemwegsinfekte rund um das Oktoberfest so häufig auffallen und was Wiesnbesucher selbst beachten können, erklärte Dr. med. Gernot Brockmann im September 2026 im Gespräch mit Radio TOP FM.

🎙️ RADIO TOP FM · INTERVIEW 1

Was ist die Wiesn-Grippe?

Warum der bekannte Münchner Begriff keine eigene Erkrankung bezeichnet und welche einfachen Maßnahmen rund um einen Wiesnbesuch sinnvoll sind.

Interview zum Nachlesen

Redaktionell geglättete Transkription des ausgestrahlten TOP-FM-Beitrags.

TOP FM:
Was ist denn überhaupt diese Wiesn-Grippe?

Dr. Gernot Brockmann:
Die Wiesn-Grippe gibt es medizinisch nicht als eigenständige Erkrankung. Das ist vielmehr ein Phänomen, das wir Hausärzte hier in München jedes Jahr beobachten: Atemwegsinfekte verbreiten sich und gleichzeitig wird das Immunsystem ordentlich gefordert.

TOP FM:
Und was kann ich machen, wenn ich aufs Oktoberfest möchte, ohne mich anzustecken?

Dr. Gernot Brockmann:
Nach jedem Bier vielleicht auch ein Wasser zu trinken, ist schon einmal sinnvoll – also auf ausreichend Flüssigkeit achten. Danach sind Ruhe und Schlaf wichtig und, wenn man es verträgt, auch ein gutes Frühstück.

🎙️ RADIO TOP FM · INTERVIEW 2

Warum verbreiten sich Infekte auf der Wiesn so leicht?

Viele Menschen, enger Kontakt, Singen, wenig Schlaf und Alkohol: Im zweiten Beitrag geht es darum, warum ein Wiesnbesuch für den Körper durchaus anstrengend sein kann.

Interview zum Nachlesen

Redaktionell geglättete Transkription des ausgestrahlten TOP-FM-Beitrags.

TOP FM:
Mit der Wiesn kommt jedes Jahr auch die sogenannte Wiesn-Grippe. Warum steckt man sich auf dem Oktoberfest eigentlich so schnell an?

Dr. Gernot Brockmann:
Man singt viel, die Stimme wird gefordert und man sitzt dicht nebeneinander. Gleichzeitig schläft man weniger, trinkt Alkohol und häufig kommt ein Flüssigkeitsmangel hinzu. Das sind alles Faktoren, die den Körper belasten.

TOP FM:
Die Wiesn-Grippe heißt zwar Wiesn-Grippe, ist aber medizinisch gar keine echte Influenza. Was ist das genau?

Dr. Gernot Brockmann:
In der Regel handelt es sich um gewöhnliche Atemwegsinfekte, die meist unkompliziert verlaufen und entsprechend behandelt werden können.

Wichtig: „Wiesn-Grippe“ und Influenza sind nicht dasselbe.

„Wiesn-Grippe“ ist ein umgangssprachlicher Sammelbegriff für unterschiedliche Atemwegsinfekte, die während oder nach dem Oktoberfest auftreten können. Die saisonale Impfung richtet sich dagegen gezielt gegen Influenzaviren.

Sie verhindert weder jeden Atemwegsinfekt noch bietet sie einen hundertprozentigen Schutz vor Influenza. Sie kann jedoch das Risiko einer Influenza-Erkrankung und insbesondere schwerer Verläufe reduzieren.

Medizinischer Hintergrund: DocCheck Flexikon: Influenza

2026 wird das Phänomen wissenschaftlich untersucht.

Passend zum TOP-FM-Interview untersucht das LMU Klinikum München mit der Studie MunichFlu, was hinter der bekannten, bislang aber wenig wissenschaftlich untersuchten „Wiesn-Grippe“ steckt.

MunichFlu 2026 – LMU Klinikum München untersucht die Wiesn-Grippe
MunichFlu 2026 – das LMU Klinikum München untersucht Infektionen rund um das Oktoberfest.
Aktuell zur Wiesn 2026

MunichFlu: Die LMU sucht Wiesnbesucher für eine Studie

Das LMU Klinikum München untersucht 2026 mit MunichFlu, welche Faktoren mit Infektionen nach einem Oktoberfestbesuch zusammenhängen.

Gesucht werden volljährige Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die das Oktoberfest 2026 mindestens einmal besuchen.

So funktioniert die Teilnahme

  • Online registrieren: Zunächst wird ein kurzer Einschlussfragebogen ausgefüllt.
  • Wiesn besuchen: Voraussetzung ist mindestens ein Besuch des Oktoberfests 2026.
  • Follow-up: Nach der Wiesn folgt per E-Mail ein weiterer kurzer Fragebogen zum Festbesuch und zu möglicherweise aufgetretenen Infektionen.
  • Bei Erkrankung: Für Teilnehmende aus München und Umgebung kann gegebenenfalls zusätzlich ein Erregernachweis erfolgen.
Die Hausarztpraxis am Romanplatz unterstützt MunichFlu.

Wir unterstützen das LMU Klinikum bei der Suche nach Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Studie. Die Teilnahme ist freiwillig und die erhobenen Daten werden pseudonymisiert verarbeitet.

Studienteilnehmende aus München und Umgebung können sich bei Erkrankung wegen eines möglichen Abstrichs direkt an das MunichFlu-Team wenden: med1.munichflu@med.uni-muenchen.de

Wie geht es nach der Wiesn – MunichFlu Studie des LMU Klinikums München
„Wie geht’s nach der Wiesn?“ – offizielles Motiv der MunichFlu-Studie des LMU Klinikums.
Warum mitmachen?

Je mehr Wiesnbesucher teilnehmen, desto besser lässt sich wissenschaftlich untersuchen, welche Faktoren mit Infektionen rund um das Oktoberfest zusammenhängen. Die Ergebnisse können helfen, das bislang wenig untersuchte Phänomen besser zu verstehen.

Nach der Impfung

Welche Nebenwirkungen können nach der Influenza-Impfung auftreten?

Die meisten Reaktionen sind mild und vorübergehend. Typisch sind Beschwerden an der Einstichstelle oder ein allgemeines Gefühl von Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Sie klingen meist innerhalb weniger Tage wieder ab.

Häufige Impfreaktionen

  • Schmerzen oder Druckempfindlichkeit am Oberarm
  • Rötung oder leichte Schwellung an der Einstichstelle
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Kopf- oder Muskelschmerzen
  • gelegentlich leicht erhöhte Temperatur

Solche Beschwerden sind eine mögliche Reaktion des Immunsystems auf die Impfung und bedeuten nicht, dass man an Influenza erkrankt ist.

Wann sollte ich mich ärztlich melden?

Bitte lassen Sie Beschwerden ärztlich beurteilen, wenn sie ungewöhnlich stark ausgeprägt sind, sich deutlich verschlechtern oder länger anhalten als erwartet.

  • anhaltend hohes Fieber
  • starke oder zunehmende Beschwerden
  • Atemnot oder Kreislaufprobleme
  • ausgeprägte Schwellungen oder allergische Symptome

Bei akuter Atemnot oder einer schweren allergischen Reaktion ist eine sofortige medizinische Versorgung erforderlich.

„Nach der Impfung war ich krank“ – wie kann das sein?

Diese Erfahrung berichten uns Patientinnen und Patienten immer wieder. Dabei lohnt es sich, zwischen einer Impfreaktion und einem gleichzeitig auftretenden Infekt zu unterscheiden.

1. Reaktion des Immunsystems

Müdigkeit, Schmerzen am Oberarm oder leicht erhöhte Temperatur können kurz nach der Impfung auftreten. Das ist nicht mit einer Influenza-Erkrankung gleichzusetzen.

2. Infekt unabhängig von der Impfung

Gerade im Herbst zirkulieren zahlreiche Atemwegserreger. Eine Ansteckung kann bereits vor dem Impftermin stattgefunden haben oder kurz danach erfolgen.

Die zeitliche Nähe bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Impfung den Infekt verursacht hat.

Sport nach der Impfung?

Normale Alltagsaktivitäten und leichte Bewegung sind bei gutem Befinden grundsätzlich möglich. Auf sehr intensive körperliche Belastung sollte man unmittelbar nach der Impfung eher verzichten. Wer sich müde oder krank fühlt, gönnt dem Körper besser Ruhe.

Weitere Informationen zu möglichen Impfreaktionen und zur Impfstoffsicherheit: Paul-Ehrlich-Institut · DocCheck Flexikon

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