Mineralwasser Test Tabelle 2025: Discounter, Lifestyle & Klassiker (inkl. Apollinaris & Selters)
„Wasser ist Wasser“ stimmt nur für die Flüssigkeit. Für den Körper zählen die Elektrolyte: Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium. Und genau hier unterscheiden sich Marken extrem – selbst wenn sie im Regal ähnlich wirken.
Unten findest du: München Top-20 (realistisch erhältlich), große Vergleichstabelle, plus Romanplatz-Logik: welches Wasser bei welchen Beschwerden, Sport/Hitze, Blutdruck, Krämpfe – und warum manche Wässer sich „wie ein Snack“ trinken.
Warum Wasserwerte überhaupt relevant sind
Die meisten Menschen trinken „nach Gewohnheit“. Der Unterschied entsteht, sobald du ein Ziel hast: Sport/Hitze, Krämpfe, Schwangerschaft, Blutdruck, „saurer Magen“ – dann wird Wasser zur Mineral-Entscheidung.
- Calcium: Knochen/Zähne – spannend bei wenig Milchprodukten.
- Magnesium: Muskeln/Nerven – häufig ein Thema bei „krampfig/müde“ (aber: nicht jeder Krampf = Mg).
- Kalium: wichtig, im Wasser oft klein – einzelne Wässer liefern merklich mehr.
- Natrium: kann bei starkem Schwitzen/Hitze helfen – aber nicht „Standard“ bei Hypertonie.
Bei wiederkehrenden Symptomen: lieber Werte sauber prüfen (Na/K/Mg) statt „blind“ zu supplementieren. Blutwerte · Check-up
Welches Wasser bei welchen Beschwerden? (ärztlich & praxisnah)
Das ist der Romanplatz-Kern: Nicht „die Marke“ entscheidet, sondern das Profil. Wasser ist kein Medikament – aber im Alltag ein sinnvoller Hebel. Unten: Symptom → Zielwerte → Cave.
Wenn „sauer“ im Vordergrund steht, kann hydrogencarbonatreiches Wasser Säure puffern (praktisch: weniger Brennen/„Säuregefühl“ bei manchen Patient:innen).
- Zielwert: HCO₃⁻ ≥ 1000–1500 mg/l (ab hier wird es häufig relevant)
- Praxis-Tipp: oft besser still oder „wenig Kohlensäure“ (CO₂ kann Druck/Blähgefühl triggern)
- Cave: anhaltende Beschwerden gehören abgeklärt (H. pylori, Refluxkrankheit, Medikamente etc.)
Wenn du konkrete Markenbeispiele im Text willst: nur mit sauberer Quelle oder Etikett-Analyse (sonst ist es juristisch/inhaltlich riskant).
Sulfatreiches Wasser kann bei manchen Menschen „anschiebend“ wirken – der Klassiker bei „zu träge“, ohne sofort zu Abführmitteln zu greifen.
- Zielwert: SO₄²⁻ ≥ 200 mg/l (oft der Bereich, in dem man es merkt)
- Praxis-Tipp: langsam starten (1 Glas/Tag) und Wirkung beobachten
- Cave: nicht bei Durchfall, akuten Darminfekten, sehr empfindlichem Darm/Reizdarm-Schub
Wenn es neu ist, Gewichtsverlust/Blut/Alarmzeichen da sind: Diagnostik vor „Wassertherapie“.
Calciumreiches Wasser ist ein unterschätzter Alltagsbaustein – besonders wenn wenig Milchprodukte gegessen werden.
- Zielwert: Calcium ≥ 150 mg/l („calciumhaltig“)
- Praxis-Tipp: konstante Menge (z. B. 0,5–1,0 l/Tag) ist oft sinnvoller als „manchmal viel“
- Cave: bei (bekannten) Calcium-Nierensteinen/Hyperkalziurie individuell abklären
Bonus-Romanplatz: In vielen Fällen lohnt zusätzlich ein Vitamin-D-Status.
Magnesiumreiches Wasser kann im Alltag helfen – aber: nicht jeder Krampf ist Magnesium (auch Natrium/Kalium, Training, Medikamente, Schlaf).
- Zielwert: Magnesium ≥ 50 mg/l („magnesiumhaltig“)
- Praxis-Tipp: besonders spannend bei viel Sport/Schwitzen oder häufiger Krampfneigung
- Cave: bei Niereninsuffizienz vorsichtig; bei häufigen Beschwerden Mg/Na/K im Labor prüfen
Genau hier sind die „milden Wässer“ in der Praxis oft ein Thema – weil sie zwar hydratisieren, aber wenig beitragen.
Bei starkem Schwitzen geht vor allem Natrium verloren. Natriumreiches Wasser kann hier als Tool sinnvoll sein (statt nur „noch mehr Wasser“).
- Zielwert: Natrium ≥ 200 mg/l („natriumhaltig“)
- Praxis-Tipp: eher gezielt (Trainingstage/Hitze) statt dauerhaft
- Cave: nicht als Standard bei Hypertonie/Herzinsuffizienz; Gesamtsalz/Ernährung mitdenken
Romanplatz-Realität: Bei „viel Wasser, viel Sport, wenig Salz“ sieht man häufiger grenzwertige Elektrolyte.
Hier gilt: „Mehr Natrium trinken“ ist nicht automatisch die Lösung. Hyponatriämie ist eine Diagnose mit Ursachen, und die Therapie hängt am Kontext.
- Kontexte: Diuretika, SIADH, exzessives Trinken, Ausdauer/Hitze, akute Infekte
- Was Wasser kann: in passenden Fällen Teil der Strategie (aber nicht „selbst behandeln“)
- Cave: Hyponatriämie kann gefährlich sein → gehört ärztlich eingeordnet und kontrolliert
Romanplatz-Ansatz: Ursache → Verlauf → dann Toolbox (Flüssigkeit, Salz, Medikation) sauber abstimmen.
- Mg ≥ 50 → magnesiumhaltig
- Ca ≥ 150 → calciumhaltig
- Na ≥ 200 → natriumhaltig (Tool bei Hitze/Sport)
- HCO₃⁻ ≥ 1000–1500 → oft puffernd (Reflux)
- SO₄²⁻ ≥ 200 → eher „anschiebend“ (Darm)
Wenn du zu diesem Abschnitt konkrete Markenbeispiele (inkl. Zahlen) willst: dann brauchen wir dafür eine Quelle/Etikettwerte, weil HCO₃⁻ und Sulfat nicht in deiner Sparmedo-Ca/Mg/K/Na-Tabelle stecken.
Sieht man „Wasserwahl“ im Blutbild?
Ehrliche Antwort: Man kann aus einem einzelnen Blutbild nicht „beweisen“, welches Wasser jemand trinkt. Aber: In der Praxis sehen wir häufig Muster, bei denen Trinkgewohnheiten (Menge + Profil) eine Rolle mitspielen.
Wir haben sehr viele Patient:innen, bei denen Elektrolyte am unteren Rand liegen (oder grenzwertig schwanken). In der Sprechstunde zeigt sich dann oft: Es wird viel „mildes“ Wasser getrunken (Leitungswasser oder sehr mineralarmes Flaschenwasser), und zugleich gibt es Faktoren wie Schwitzen, Sport, Durchfall, Diuretika, Ernährungsumstellung oder Stress.
Wichtig: Das ist keine harte Statistik, sondern ein praxisnaher Eindruck: Ein großer Teil (gefühlt „über die Hälfte“) profitiert schon davon, das Trinkprofil einmal bewusst anzuschauen – bevor man reflexartig supplementiert.
Welche Werte schauen wir uns an?
- Natrium (Na) und Kalium (K) (inkl. Kontext: Blutdruck, Medikamente, Nierenfunktion).
- Magnesium (Mg) – bei Krämpfen, Müdigkeit, Herzstolpern (und ggf. Verlaufskontrolle).
- Calcium (Ca) (ggf. Albumin-Korrektur / Vitamin-D-Status je Situation).
Wenn du das systematisch angehen willst: Check-up mit Elektrolyten & individueller Empfehlung.
Romanplatz-Logik: „Wasser ist ein Hebel – aber nie die ganze Geschichte“
Niedrige oder schwankende Elektrolyte entstehen oft multifaktoriell. Wasserprofil kann helfen, aber wir denken immer mit:
- Schwitzen/Hitze/Training
- Magen-Darm (Durchfall/Erbrechen)
- Diuretika / Blutdruckmedikamente / PPI etc.
- Ernährung (Salz, Protein, Kalium/Magnesium-Zufuhr)
- Nierenfunktion
Genau deshalb ist „Etikett + Blutwerte“ so stark.
Der 0,5-l-Glas-Test: „Wenn ich’s nicht runterkippen kann…“
Als Alltagshinweis funktioniert das oft: Wenn du ein großes Glas (0,5 l) bei echtem Durst nicht in ein paar Zügen wegtrinken willst, ist das häufig ein Zeichen für ein kräftigeres Mineralprofil.
Warum das oft stimmt
- Mundgefühl: mehr gelöste Ionen → „voller/schwerer“ im Geschmack.
- Geschmack: Mineralien ändern die Wahrnehmung sofort (man nippt automatisch).
- Magen: sehr gehaltvolle Profile „sättigen“ schneller – Trinktempo sinkt.
Filter, kein Labor: danach kommt immer der Etikett-Check.
Romanplatz-Praxis-Hack
Wenn du „dein“ Wasser suchst: Nimm 2 Kandidaten (mild + mineralreich), trink 3 Tage – und beobachte: Geschmack, Magen, Durstgefühl, „Krämpfe“. Dann entscheidet man sauber.
Bei Beschwerden, die bleiben: Sprechstunde.
München Top-20: 20 Wässer, die du hier realistisch bekommst (mit Zahlen)
Werte in mg/l (Ca/Mg/K/Na). Quelle: Sparmedo-Übersicht (siehe Quellen am Ende). Hinweis: „keine Angabe“ = im Datensatz nicht aufgeführt.
| # | Marke/Produkt | Ca | Mg | K | Na | Romanplatz-Einordnung | München-Hinweis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | St. Anna Heilwasser | 604 | 83,6 | 12,9 | 120 | sehr mineralreich | sehr gut erhältlich |
| 2 | Gerolsteiner Ursprung | 590 | 167 | 26 | 223 | extrem mineralreich, Na höher | oft, nicht überall |
| 3 | Gerolsteiner Sprudel/Medium/Feinperlig | 348 | 108 | 11 | 118 | starkes Allround-Profil | überall |
| 4 | Staatl. Fachingen Still | 98,7 | 59,2 | 16,1 | 564 | Natrium sehr hoch (Hitze/Sport), nicht Standard bei Hypertonie | überall |
| 5 | Apollinaris | 361 | 43 | 14 | 410 | Na hoch + mineralisch (gezielt, nicht „für jeden täglich“) | häufig |
| 6 | Selters Classic/Medium | 295 | 32 | 11 | 115 | klassisch mineralisch, Na moderat | häufig |
| 7 | Franken Brunnen spritzig/medium | 285 | 68,8 | 4,5 | 35,8 | magnesiumhaltig, kräftig | sehr häufig |
| 8 | Franken Brunnen sanft/naturelle | 132 | 57 | 3,3 | 16,8 | magnesiumhaltig, natriumarm | sehr häufig |
| 9 | Vittel | 240 | 42 | keine Angabe | 5,2 | Ca/Mg hoch, Na sehr niedrig | sehr häufig |
| 10 | Rosbacher Klassisch/Medium | 224 | 101 | 4,1 | 89 | Mg stark | häufig |
| 11 | Rosbacher Naturell | 158 | 73,2 | 2,9 | 64,9 | Mg hoch | häufig |
| 12 | Bad Vilbeler Urquelle spritzig/medium | 194 | 27,2 | 14,6 | 119 | Na moderat | häufig |
| 13 | San Pellegrino | 166 | 49,5 | keine Angabe | 30 | moderat mineralisch | Gastro/Handel |
| 14 | Evian | 80 | 26 | 1 | 6,5 | moderat | überall |
| 15 | Volvic Naturelle | 12 | 8 | 6 | 12 | sehr mild/mineralarm | überall |
| 16 | Adelholzener | 70,9 | 32 | 1,1 | 13,3 | niedrig Natrium, angenehm mineralisch | Bayern-Klassiker |
| 17 | K-Classic (Kaufland) | 93,5 | 21,9 | 3,4 | 15,2 | Alltag, natriumarm | bundesweit |
| 18 | Quellbrunn Aqua Select „Königsbrunnen“ (Aldi) | 45,1 | 13 | 2,6 | 5,5 | leicht/mild | bundesweit |
| 19 | Krumbach Classic/Medium/Fein perlend | 88,3 | 22,4 | 2,2 | 8,8 | ausgewogen | Getränkemarkt/Lieferung |
| 20 | Gerolsteiner Naturell | 125 | 44 | 5 | 17 | moderat, natriumarm | überall |
Tipp: Für „jeden Tag“ funktioniert oft ein ausgewogenes Profil. Für gezielte Ziele (Hitze/Sport) ist Natrium bewusst zu prüfen.
Geheimtipp: „sehr mineralreich“ ohne Luxuspreis
Preis korreliert nur schwach mit Mineralprofil. Der „Geheimtipp“ ist: Quelle statt Marke.
St. Anna Heilwasser
Ca 604 · Mg 83,6 · K 12,9 · Na 120 (mg/l)
Spürbar mineralisch. Für viele der perfekte „Wir wollen wirklich Mineralien“-Kandidat.
Romanplatz-Warnhinweis (fair & wichtig)
„Mineralreich“ ist nicht automatisch „besser für jeden“. Bei Hypertonie, Herz/Niere oder sehr salzsensiblen Personen sollte man natriumreiche Profile bewusst wählen (Apollinaris / Fachingen).
Wenn unsicher: einmal Elektrolyte + Nierenwerte checken lassen.
Eigenmarken (Discounter): sinnvoll – aber immer Etikett zuerst
Eigenmarken sind nicht automatisch „schlechter“. Der Punkt ist: Quelle/Profil kann wechseln – also Etikett lesen.
Ca 93,5 · Mg 21,9 · K 3,4 · Na 15,2 (mg/l)
Alltagstauglich, eher natriumarm.
Ca 45,1 · Mg 13 · K 2,6 · Na 5,5 (mg/l)
Leicht/mild – gut als „neutraler Durstlöscher“.
Wenn du später die HCO₃⁻/Sulfat-Profile für Eigenmarken aufnehmen willst: dafür braucht es Etikettwerte oder eine Quelle, die diese Werte sauber ausweist.
Lifestyle-Wasser: Evian, Vittel, Volvic – drei völlig verschiedene Profile
Volvic Naturelle
Ca 12 · Mg 8 · K 6 · Na 12 (mg/l)
Sehr mild/mineralarm.
Evian
Ca 80 · Mg 26 · K 1 · Na 6,5 (mg/l)
Moderat.
Vittel
Ca 240 · Mg 42 · K keine Angabe · Na 5,2 (mg/l)
Ca/Mg hoch bei sehr niedrigem Natrium.
Romanplatz-Takeaway
„Teuer“ heißt nicht automatisch „mineralreich“. Entscheidend sind die vier Zahlen.
Münchner Klassiker: Franken Brunnen, Krumbach, Adelholzener
Franken Brunnen (spritzig/medium)
Ca 285 · Mg 68,8 · K 4,5 · Na 35,8 (mg/l)
Magnesiumhaltig.
Franken Brunnen (sanft/naturelle)
Ca 132 · Mg 57 · K 3,3 · Na 16,8 (mg/l)
Mg hoch + natriumarm.
Krumbach (Classic/Medium/Fein perlend)
Ca 88,3 · Mg 22,4 · K 2,2 · Na 8,8 (mg/l)
Ausgewogen.
Adelholzener
Ca 70,9 · Mg 32 · K 1,1 · Na 13,3 (mg/l)
Natriumarm, angenehm mineralisch.
Große Mineralwasser Test Tabelle 2025 – Ca · Mg · K · Na (mg/l)
Breite Vergleichsebene. Wenn du nur schnell entscheiden willst: München Top-20 oben.
| Marke | Ca | Mg | K | Na | Einordnung (kurz) | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Apollinaris | 361 | 43 | 14 | 410 | Na hoch + mineralisch | gezielt (Hitze/Sport), nicht Standard bei Hypertonie |
| Selters Classic/Medium | 295 | 32 | 11 | 115 | klassisch mineralisch | Alltag, wenn man „mineralisch“ mag |
| St. Anna Heilwasser | 604 | 83,6 | 12,9 | 120 | sehr mineralreich | „Mineral-Strategie“ |
| Gerolsteiner Ursprung | 590 | 167 | 26 | 223 | extrem mineralreich | gezielt, nicht für jeden täglich |
| Gerolsteiner Sprudel/Medium/Feinperlig | 348 | 108 | 11 | 118 | Allround stark | Alltag + Sport (individuell) |
| Staatl. Fachingen Still | 98,7 | 59,2 | 16,1 | 564 | Natrium sehr hoch | Hitze/Sport |
| Franken Brunnen spritzig/medium | 285 | 68,8 | 4,5 | 35,8 | Mg hoch | Alltag „spürbar“ |
| Franken Brunnen sanft/naturelle | 132 | 57 | 3,3 | 16,8 | Mg hoch, Na niedrig | Alltag „rund“ |
| Vittel | 240 | 42 | keine Angabe | 5,2 | Ca/Mg hoch, Na sehr niedrig | Alltag (Ca/Mg ohne Na) |
| Evian | 80 | 26 | 1 | 6,5 | moderat | Alltag |
| Volvic Naturelle | 12 | 8 | 6 | 12 | sehr mild | neutraler Durstlöscher |
| Adelholzener | 70,9 | 32 | 1,1 | 13,3 | Na niedrig | Alltag |
| K-Classic (Kaufland) | 93,5 | 21,9 | 3,4 | 15,2 | Eigenmarke solide | Alltag |
| Quellbrunn Aqua Select (Aldi) | 45,1 | 13 | 2,6 | 5,5 | Eigenmarke mild | Alltag neutral |
Wenn du willst, erweitere ich die große Tabelle weiter – aber nur mit Wässern, deren Werte in der Quelle sauber gelistet sind.
Etikett-Guide: In 20 Sekunden verstehen
- Calciumhaltig: ab 150 mg/l
- Magnesiumhaltig: ab 50 mg/l
- Natriumarm: ≤ 20 mg/l
- Natriumhaltig: ab 200 mg/l
So kannst du jede Eigenmarke einordnen – selbst wenn die Quelle wechselt.
Preis-Mythos: „Kasten unter 10 € (inkl. Pfand) = nicht mineralreich“
Klingt plausibel – ist aber unzuverlässig. Pfand, Logistik, Marke und Aktionen beeinflussen den Kistenpreis stärker als die Mineralien.
Du findest mineralreiche Profile auch ohne Luxuspreis – und du findest teure, sehr milde Wässer. Etikett schlägt Preis.
Praktische Alternative
- „Mineralreich“: Mg ≥ 50 oder Ca ≥ 150
- Sport/Hitze: Natrium bewusst (nicht automatisch)
- Alltag: ausgewogen + du trinkst es gern
Wasser für spezielle Gruppen
- Babys: Etikett „zur Säuglingsnahrung geeignet“ beachten; meist natriumarm bevorzugt.
- Schwangere: Ca/Mg sinnvoll; bei Reflux oft still besser.
- Ältere / Hyponatriämie-Risiko: nicht reflexartig „salzarm“ – individuell einordnen.
- Hypertonie: Natrium bewusst wählen (Apollinaris/Fachingen nicht als Standard).
- Herz/Niere: Trinkmenge + Profil bitte ärztlich abstimmen.
FAQ
Kann man aus dem Blutbild erkennen, ob jemand „mineralreich“ trinkt?
Nicht als „Beweis“ aus einem einzelnen Wert. Aber: Im Verlauf und im Kontext (Trinkmenge, Schwitzen, Medikamente, Ernährung, Nierenfunktion) kann ein sehr „mildes“ Trinkprofil durchaus mit niedrigen/unteren Elektrolyten zusammenpassen – und eine Anpassung ist oft ein einfacher, sinnvoller Schritt.
Ist Apollinaris „zu salzig“?
Apollinaris hat ein deutlich höheres Natriumprofil. Das kann bei Hitze/Sport sinnvoll sein, ist aber nicht als Standard bei Hypertonie gedacht.
Welches Wasser ist „das beste“ bei Reflux oder Verstopfung?
Schau nicht zuerst auf die Marke, sondern auf das Etikett: Reflux eher HCO₃⁻ hoch (häufig still), träger Darm eher Sulfat hoch (langsam starten). Wenn Beschwerden anhalten: bitte abklären.
Welche Marke ist der beste Allrounder?
Der beste Allrounder ist der, den du wirklich täglich gern trinkst. In der Top-20 findest du sowohl milde als auch mineralische Alltagsprofile.
Profil → Ziel → ggf. Wertecheck
keine Markenkooperationen · nur Zahlen & Kontext
Patientenbewertungen
Quellen (Zahlen & Grenzwerte)
- Sparmedo: „100 Mineralwasser und deren Mineralstoffgehalt“ (Ca/Mg/K/Na; Stand 06.02.2023, aktualisiert 15.05.2023)
- SWM – Trinkwasser München (Hintergrund)
- DGE – Referenzwerte (Na/K/Mg/Ca)
- Mineral- & Tafelwasser-Verordnung
Hinweis: Mineralstoffwerte können je nach Quelle/Abfüllung variieren. Bei Eigenmarken gilt besonders: Etikett ist immer der „Master“.