Hausarztpraxis am Romanplatz

Zeckensaison in München: Wann beginnt sie – und was tun nach einem Stich?

Die kurze Antwort: wetterabhängig. Sobald es über längere Zeit mild ist, werden diese Blutsauger aktiver – in Wiesen, Parks, Gärten und am Waldrand. Hier bekommen Sie einen klaren, praxisnahen Fahrplan: Start & Hauptphase, typische Beschwerden, wann zum Arzt, richtiges Entfernen – plus Unterschiede zwischen Borreliose und FSME sowie die Rolle der FSME-Impfung.

Tipp: Wenn Sie nach der Google-Frage „wann beginnt …“ suchen, springen Sie direkt zu Start & Hauptphase.

Saison im Grünen in München: Stich, Symptome, Borreliose, FSME, richtig entfernen und Impfschutz
Merke: früh entfernen, beobachten – und Impfschutz gegen FSME im Risikogebiet prüfen.

Kurzantwort: Start, Hauptphase, Arzt-Trigger

Wann beginnt die Zeckensaison?

Bei länger mildem Wetter

Wenn es über längere Zeit mild ist, steigen Aktivität und Kontaktwahrscheinlichkeit – besonders an warmen, feuchten Tagen.

Wann ist die Hauptphase?

Warm + feucht

Höchstes Risiko in dichter Vegetation: hohes Gras, Unterholz, Waldrand – auch Parks und Gärten.

Wann zum Arzt?

Wanderröte/Fieber

Wenn die Rötung größer wird oder ringförmig „wandert“, bei Fieber oder bei neurologischen Beschwerden: bitte abklären.

Merksatz: entfernen → desinfizieren → Foto/Datum → 4 Wochen beobachten → bei Wanderröte/Fieber ärztlich abklären.

Wann beginnt die Saison – und warum ist das „wetterabhängig“?

Evergreen-Regel

Diese Parasiten brauchen keine „Sommerferien“. Entscheidend ist: über längere Zeit mild. Dann werden sie aktiver – und damit steigt die Wahrscheinlichkeit eines Stichereignisses. Feuchtigkeit begünstigt Kontakt: Wo Vegetation dicht ist, ist das Risiko höher als auf trockenen, offenen Flächen.

  • Mild über mehrere Tage/Wochen → Aktivität steigt
  • Warm + feucht → besonders viele Kontakte
  • Dichte Vegetation (Gras/Unterholz) → typische „Hotspots“

München: warum das Thema relevant ist

Kontakt ist nicht nur „im Wald tief drin“ möglich, sondern im Alltag: Park, Garten, Hundespaziergang, Spielplatz, Joggen. Für FSME ist zusätzlich die Risikogebiets-Einstufung wichtig – deshalb lohnt der Blick auf offizielle Infos.

RKI: FSME · LGL Bayern

Impf- & Stichberatung Schutz-Tipps

Symptome nach Stich: was ist normal, was sollte man ernst nehmen?

Häufige Reaktion (oft harmlos)

  • kleine Rötung an der Einstichstelle
  • leichter Juckreiz oder Brennen
  • lokale Schwellung/Druckempfindlichkeit

Warnzeichen (bitte abklären)

  • Wanderröte: ringförmig, zunehmend, „wandert“
  • Fieber, Müdigkeit, Kopf-/Gliederschmerzen
  • neurologische Beschwerden (Nackensteife, Taubheit, Lähmungen)

Praxis: Diagnostik · CRP

Rötung und Wanderröte nach Stich: Warnzeichen und wann zum Arzt
Ringförmige, zunehmende Rötung („Wanderröte“) ist ein wichtiger Grund zur Abklärung.

„Roter Kreis“: Wann wird eine Rötung kritisch?

Typisch harmlos

Eine kleine, lokale Rötung direkt um die Einstichstelle kann eine normale Reaktion sein – besonders in den ersten 24–48 Stunden. Sie ist oft klein, bleibt stabil und klingt wieder ab.

  • klein, nicht zunehmend
  • eher punktförmig/um den Einstich
  • Rückgang nach 1–2 Tagen

Typisch abklärungsbedürftig

Kritischer ist eine Rötung, die größer wird, ringförmig erscheint oder „nach außen wandert“. Das passt zur Wanderröte und sollte ärztlich beurteilt werden – besonders, wenn zusätzlich Fieber oder Schmerzen auftreten.

  • zunehmend in Größe
  • ringförmig oder sich ausbreitend
  • plus Allgemeinsymptome (Fieber, Müdigkeit)

Wann zum Arzt?

Bitte abklären lassen, wenn…

  • Rötung größer wird oder ringförmig „wandert“
  • Fieber oder starke Kopf-/Gliederschmerzen auftreten
  • neurologische Symptome dazukommen
  • Entfernung unklar war
  • Kind, Schwangerschaft oder Immunschwäche vorliegt

Faustregel: Lieber einmal zu früh als einmal zu spät – besonders bei zunehmender Rötung oder Fieber.

Schneller Selbst-Check (zu Hause)

  1. Entfernen (sofort), desinfizieren, Datum/Uhrzeit notieren
  2. Foto der Stelle (für Verlauf)
  3. 4 Wochen beobachten: Rötung/Wanderröte? Fieber? Beschwerden?

Termin zur Abklärung Entfernen – Anleitung

Richtig entfernen: Schritt-für-Schritt (ohne Mythen)

Entfernen mit Pinzette: gerade herausziehen, nicht quetschen, danach desinfizieren
Hautnah greifen, langsam gerade ziehen – ohne Drehen/Quetschen.

So geht’s sicher

  • Pinzette/Entfernungskarte hautnah ansetzen
  • langsam gerade herausziehen
  • nicht drehen, quetschen, Öl/Kleber verwenden
  • danach desinfizieren und 4 Wochen beobachten

„Kopf stecken geblieben?“

Häufig bleiben kleine Mundwerkzeuge zurück. Das kann lokal reizen, ist aber meist kein Notfall. Bei Entzündung, Eiter, zunehmender Schwellung oder starken Beschwerden: bitte vorstellen.

24-Stunden-Plan nach Stich

Sofort (Minute 0–30)

  1. entfernen
  2. desinfizieren
  3. Datum/Uhrzeit notieren
  4. Foto der Stelle

Tag 1–2

  1. Stelle 2× täglich kontrollieren
  2. auf Fieber/Schmerzen achten
  3. bei zunehmender Rötung → Abklärung

Woche 1–4

  • auf Wanderröte achten (ringförmig, zunehmend)
  • bei Allgemeinsymptomen (Fieber, starke Kopf-/Gliederschmerzen) → ärztlich vorstellen
  • Impfstatus gegen FSME prüfen, wenn regelmäßige Aufenthalte im Grünen

Borreliose: worauf es wirklich ankommt

Das frühe Leitsymptom

Der wichtigste frühe Hinweis ist die Wanderröte. Sie ist meist ringförmig, nimmt an Größe zu und tritt zeitlich verzögert nach dem Stich auf. Früh erkannt ist die Erkrankung häufig gut behandelbar.

  • ringförmig oder flächig, zunehmend
  • oft nicht stark schmerzhaft
  • kann mit Müdigkeit/Fieber einhergehen

Später möglich (selten, aber wichtig)

Unbehandelt kann es später zu Nerven-, Gelenk- oder Herzbeteiligung kommen. Deshalb gilt: bei typischer Rötung oder Symptomen lieber früh abklären.

Merke: Eine Impfung gibt es nicht – deshalb sind Früherkennung und rechtzeitige Behandlung entscheidend.

FSME: warum Prävention so wichtig ist

Worum geht’s?

FSME ist viral und kann neurologisch schwer verlaufen. Weil es keine gezielte Standardtherapie gibt, ist Prävention besonders wichtig: Schutzmaßnahmen + passende Impfung in Risikogebieten.

Offizielle Infos

STIKO · impfen-info.de

Wenn Sie häufig draußen sind (Hund, Sport, Garten), lohnt eine individuelle Impfberatung.

FSME-Impfung: was möglich ist – und was nicht

Kann

  • Schutz vor FSME (v. a. in Risikogebieten)
  • geeignet für Kinder und Erwachsene (altersabhängig)
  • Auffrischung hält den Schutz stabil

Kann nicht

  • kein Schutz vor Borreliose
  • kein Ersatz für Kleidung/Repellent/Absuchen

Impf-Termin Impfleistung

Nebenwirkungen sind meist mild (z. B. lokale Schmerzen, Müdigkeit). Bei Fragen beraten wir individuell.

Stiche verhindern: der Praxis-Check für Alltag, Sport & Garten

Vorher (Kleidung & Mittel)

  • lange, helle Kleidung (Arme/Beine bedeckt), feste Schuhe
  • Repellents (DEET/Icaridin/PMD) gemäß Etikett
  • bei Sport/Garten: Socken über die Hose als einfache Barriere

Nachher (Routine, die wirkt)

  • gründlich absuchen: Haaransatz, Achsel, Leiste, Kniekehle
  • kurzes Duschen hilft beim Auffinden
  • Partner-Check bei schwer einsehbaren Stellen

Best-Practice: Die beste Prävention ist nicht „perfekte Natur meiden“, sondern eine konsequente Routine: Schutz + Absuchen + frühes Entfernen.

Kinder, Familie & Haustiere

Kinder

Bei Kindern lohnt ein tägliches „Abend-Ritual“: Kopf/Haaransatz, hinter den Ohren, Achseln, Kniekehlen, Leisten. Wichtig: ruhig bleiben, zügig entfernen, Verlauf beobachten.

  • helle Kleidung für bessere Sicht
  • feste Routine nach draußen
  • bei Fieber/Wanderröte: Abklärung

Haustiere

Tiere können Parasiten in Wohnung/Auto bringen. Tierärztliche Prophylaxe ist sinnvoll – zusätzlich: nach Spaziergängen Fell und Haut kontrollieren.

  • Tierarzt-Schutz (Spot-on/Halsband je nach Tier)
  • Fell-Check nach Outdoor-Zeit
  • Schlafplätze regelmäßig reinigen

FAQ

Wann beginnt die Zeckensaison?

Wenn es über längere Zeit mild ist. Wetter ist entscheidend, nicht der Kalender.

„Roter Kreis“ nach Stich – wann wird es kritisch?

Kritisch ist eine Rötung, die größer wird, ringförmig ist oder „wandert“ (Wanderröte) – besonders mit Fieber oder Schmerzen.

Zeckenbiss: wann zum Arzt?

Bei Wanderröte, Fieber, starken Kopf-/Gliederschmerzen, neurologischen Symptomen oder Unsicherheit über die Entfernung.

Schützt die FSME-Impfung vor Borreliose?

Nein. Die Impfung schützt vor FSME, nicht vor Borreliose. Früherkennung (z. B. Wanderröte) bleibt entscheidend.

Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche Beratung im Einzelfall.

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