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Impfungen in München – Impfberatung & Impfpass-Check

Gürtelrose (Herpes Zoster): Risiken, Nervenschmerzen & Impfung in München

Die Erkrankung Herpes Zoster ist keine reine Hautfrage. Sie entsteht durch eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus, das nach einer Windpocken-Infektion lebenslang im Nervensystem verbleibt.

Wird die Immunabwehr geschwächt – etwa durch Alter, chronische Erkrankungen oder bestimmte Medikamente – kann das Virus erneut aktiv werden. Die Folgen betreffen häufig nicht nur die Haut, sondern vor allem die Nerven.

Gürtelrose am Oberkörper: typischer einseitiger Hautausschlag bei Herpes Zoster
Typisch: einseitiger, bandförmiger Ausschlag entlang eines Nervenverlaufs.

Was passiert bei einer Zoster-Erkrankung im Körper?

Nach der Reaktivierung wandert das Virus entlang eines sensiblen Nervs zur Haut. Dadurch erklären sich sowohl der charakteristische Ausschlag als auch die oft ausgeprägten neuropathischen Schmerzen.

Häufig betroffen sind Brustkorb, Rücken oder Gesicht. In manchen Fällen beginnen die Schmerzen bereits Tage vor sichtbaren Hautveränderungen.

Typische Beschwerden

  • brennende oder stechende Nervenschmerzen
  • einseitige Rötung mit Bläschenbildung
  • Überempfindlichkeit der Haut
  • Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • Missempfindungen oder Taubheit

Warum die Erkrankung ernst zu nehmen ist

Entscheidend ist nicht der Ausschlag selbst, sondern das Risiko dauerhafter Nervenschäden. Besonders gefürchtet ist die sogenannte Post-Zoster-Neuralgie.

Post-Zoster-Neuralgie

Dabei persistieren die Schmerzen über Monate oder Jahre – oft brennend, einschießend oder bereits bei leichter Berührung. Die Lebensqualität kann dadurch erheblich eingeschränkt sein.

  • chronische Schmerzsyndrome
  • Schlafstörungen
  • eingeschränkte Belastbarkeit
  • schwierige medikamentöse Therapie
Besonders kritisch:
Bei Befall von Gesicht, Auge oder Ohr (z. B. Zoster ophthalmicus oder oticus) können Sehstörungen, Hörverlust oder Lähmungen auftreten. Hier ist eine sofortige ärztliche Abklärung notwendig.
Gürtelrose im Gesicht: Herpes Zoster mit Risiko für Auge und Nerven
Herpes Zoster im Gesichtsbereich erfordert eine rasche ärztliche Behandlung.

Wer trägt ein erhöhtes Risiko?

  • Personen ab 60 Jahren
  • Menschen mit Diabetes oder chronischen Erkrankungen
  • Immunsuppression (z. B. Cortison, Biologika)
  • starker Stress oder körperliche Erschöpfung

Impfung als wirksame Prävention

Die STIKO empfiehlt die Zoster-Impfung ab dem 60. Lebensjahr sowie ab 50 bei bestimmten Vorerkrankungen. Ziel ist es, schwere Verläufe und chronische Nervenschmerzen zu verhindern.

  • Reduktion schwerer Krankheitsverläufe
  • geringeres Risiko für Neuralgien
  • Schutz vor Gesichts- und Augenbeteiligung
Wissenschaftliche Quellen:

Ablauf der Impfung in unserer Praxis

  • Impfpass-Check & individuelle Beratung
  • zwei Impfungen im Abstand von 2–6 Monaten
  • kurzer Termin, gute Verträglichkeit
  • Erinnerung an die zweite Dosis

Hausärztliche Einschätzung

Herpes Zoster ist keine Bagatelle. Die Impfung stellt aus hausärztlicher Sicht eine der effektivsten Maßnahmen dar, um schwerwiegende Verläufe und langanhaltende Schmerzen zu vermeiden.

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