Mounjaro Therapie (Tirzepatid): Dosierung, Klicktabelle, Erfahrungen, Nebenwirkungen & Kosten
Mounjaro® (Tirzepatid) ist ein dualer GIP/GLP-1-Rezeptoragonist. Er wird bei Typ-2-Diabetes eingesetzt und kann – je nach Situation – auch eine Gewichtsreduktion unterstützen. Entscheidend für einen guten Start sind langsames Auftitrieren, passendes Essen/Portionen und klare Warnzeichen-Regeln.
Mounjaro® (Tirzepatid) wirkt über GIP + GLP-1: Hunger nimmt ab, Sättigung steigt, die Magenentleerung wird langsamer – deshalb sind Übelkeit, Verstopfung oder Durchfall gerade am Anfang häufig. Die Standard-Startdosis beträgt 2,5 mg 1×/Woche, nach 4 Wochen folgt typischerweise 5 mg. Viele spüren eine Veränderung von Hunger/Sättigung innerhalb von 1–4 Wochen. Warnzeichen (starke Oberbauchschmerzen, anhaltendes Erbrechen, schwere Schwäche/Dehydratation, Atemnot/Schwellungen) gehören sofort ärztlich abgeklärt.
Hinweis: Diese Seite ersetzt keine persönliche ärztliche Beratung. Dosierung/Steigerung/Kontrollen gehören in ärztliche Hände.
Aus hausärztlicher Erfahrung scheitert Tirzepatid selten an „Willenskraft“, sondern fast immer an (1) zu schneller Steigerung trotz noch aktiver Nebenwirkungen und (2) falschem Mahlzeiten-Design (groß/fettig/spät). Wer die ersten 4–8 Wochen sauber begleitet, hat deutlich weniger Abbrüche – und stabilere Ergebnisse.
1. Was ist Mounjaro (Tirzepatid) – und wie wirkt es?
Mounjaro® (Tirzepatid) ist ein verschreibungspflichtiges Medikament, das an GIP- und GLP-1-Rezeptoren wirkt. Dadurch werden Appetit und Sättigung beeinflusst und der Blutzucker wird günstiger reguliert. Die Injektion erfolgt 1× pro Woche subkutan (z. B. Bauch, Oberschenkel, Oberarm; Einstichstellen rotieren).
GIP + GLP-1 kurz erklärt
- Appetit ↓ / Sättigung ↑ (Signalwirkung im Gehirn)
- Magenentleerung ↓ (Essen bleibt länger „liegen“ – häufige Ursache für Übelkeit/Völlegefühl)
- Blutzucker stabiler (bessere Insulinwirkung, je nach Situation)
- Viszerales Fett ↓ (metabolischer Benefit bei vielen)
Ab wann wirkt Mounjaro?
Viele merken Hunger/Sättigung innerhalb von 1–2 Wochen. Ein stabilerer Verlauf (Essverhalten/Gewicht/Alltag) zeigt sich häufig innerhalb von 1–4 Wochen.
Für wen ist es gedacht – und wann nicht?
Kontraindikationen, Warnhinweise, Schwangerschaft/Stillzeit, Begleitmedikation (z. B. Insulin/Sulfonylharnstoffe) sowie Vorerkrankungen gehören in ärztliche Hände. Wenn Sie unsicher sind, klären Sie Nutzen-Risiko und Wechselwirkungen vor Beginn ärztlich.
Merksatz: Nicht „mehr mg“ ist automatisch besser – sondern die niedrigste Dosis, die zuverlässig wirkt.
2. Dosierung & Steigerung: Start, Titration, häufige Fehler
Die Standard-Startdosis beträgt 2,5 mg 1×/Woche – primär zur Verträglichkeit. Nach 4 Wochen folgt typischerweise 5 mg. Weitere Schritte erfolgen in 2,5-mg-Stufen, jeweils erst nach mindestens 4 Wochen auf der aktuellen Stufe – bis maximal 15 mg 1×/Woche.
Häufige Fehler
- zu schnell steigern trotz noch aktiver Übelkeit/Durchfall
- „durchbeißen“ bei wässrigem Durchfall/Erbrechen
- große/fettige Mahlzeit kurz nach Spritze
Mini-Check: „Bin ich zu hoch dosiert?“
- Sie können kaum essen (auch leichte Kost geht nicht).
- Wiederholtes Erbrechen oder wässriger Durchfall.
- Kreislauf kippt, Sie trinken zu wenig.
Dann: ärztlich Rücksprache, nicht „durchbeißen“.
Offizielle Titration (2,5–15 mg) – als klare Tabelle
Diese Tabelle zeigt das Standard-Prinzip. Individuelle Abweichungen (z. B. langsameres Vorgehen) sind ärztliche Entscheidungen.
| Phase | Dosis (1×/Woche) | Typische Dauer | Wofür gedacht? |
|---|---|---|---|
| Start | 2,5 mg | Woche 1–4 | Verträglichkeit „einlernen“, GI-Nebenwirkungen reduzieren |
| Stufe 1 | 5 mg | mind. 4 Wochen | erste „Wirkstufe“ für viele |
| Stufe 2 | 7,5 mg | mind. 4 Wochen | bei nachlassender Wirkung & guter Verträglichkeit |
| Stufe 3 | 10 mg | mind. 4 Wochen | häufige Erhaltungsoption bei gutem Effekt |
| Stufe 4 | 12,5 mg | mind. 4 Wochen | weiterer Schritt – nur wenn stabil vertragen |
| Max | 15 mg | — | Höchstdosis – nicht weiter steigern |
Innerhalb von 4 Tagen nachholen. Sind >4 Tage vergangen: auslassen und zum nächsten regulären Termin spritzen.
Möglich – idealerweise mit ärztlicher Rücksprache. Grundregel: den Wochenrhythmus sauber halten.
Praxis-Prinzip: Steigerung erst, wenn die Woche stabil ist (Essen/Trinken geht, keine relevanten GI-Beschwerden).
„Langsamer“ / Zwischenstufen
Wenn der Sprung zur nächsten Standardstufe „zu hart“ war, kann ein langsameres Vorgehen sinnvoll sein. Das kann off-label sein und gehört immer in ärztliche Verantwortung (Wirkung, Nebenwirkungen, Begleitmedikation, Risiken).
3. Erfahrungen: Woche 1–12 (typisch, realistisch, ohne Hype)
Die häufigste Suchfrage ist: „Ab wann merkt man etwas?“ – und gleich danach: „Sind meine Beschwerden normal?“
Wichtig: Wenn in Woche 3–4 weiterhin starker Durchfall/Erbrechen besteht, ist das meist ein Zeichen: Plan oder Dosis passt nicht.
4. Durchfall unter Mounjaro: Dauer, Ampel, was hilft
Durchfall unter Tirzepatid entsteht häufig durch veränderte Magen-Darm-Motilität – und wird oft getriggert durch fettige, große Mahlzeiten, zu wenig Flüssigkeit oder zu schnelle Dosissteigerung.
Wie lange ist „normal“?
- 1–3 Tage nach Start/Steigerung: häufig – wenn mild und rückläufig
- 4–7 Tage: ärztlich einordnen (Dosis, Ernährung, Flüssigkeit)
- >7 Tage oder wässrig + Kreislauf: nicht abwarten
3-Schritt-Plan (praxisnah)
- Leichte Kost (Suppe, Haferbrei, Banane, Reis) für 24–48h
- Flüssigkeit + Salz (z. B. Brühe) – Kreislauf stabilisieren
- Stopp-Regel: Bei Alarmzeichen sofort ärztlich klären
Ampelsystem bei Durchfall
→ Leichte Kost, Brühe, Pause bei fettigen Speisen, beobachten.
→ ärztlich Rücksprache, Dosis/Timing prüfen, Elektrolyte konsequent.
→ sofort ärztlich abklären (Notfall – je nach Situation).
Elektrolyt-Hack: Gemüsebrühe
Oft hilft schon einfache Brühe (Flüssigkeit + Salz), bevor man teure Elektrolyt-Pulver kauft. Bei schweren Verläufen/Dehydratation gilt: ärztlich klären.
5. Klicktabelle & Pen-Praxis: Technik verstehen, Dosis medizinisch bewerten
Viele suchen nach „Mounjaro Klicktabelle“, weil sie Zwischenstufen verstehen wollen. Wichtig ist die saubere Einordnung:
- Klicks sind ein mechanisches Maß am Pen – nicht automatisch „mg“.
- Medizinisch bewertet wird in mg (Wirkung/Nebenwirkungen).
- Zwischenstufen können off-label sein und gehören ärztlich geplant.
Sicherheitsrahmen: Keine Selbst-Dosierpläne. Wenn eine Stufe nicht vertragen wird: ärztlich Plan anpassen statt „durchhalten“.
Stufen-Logik (Orientierung) – so denkt man medizinisch darüber
Diese Tabelle ist eine Orientierung, um das Prinzip zu verstehen. Welche Stufe sinnvoll ist, entscheidet die Ärztin/der Arzt.
| Ziel | Typische Situation | Vorgehen (ärztlich gesteuert) |
|---|---|---|
| Start | Erstkontakt, empfindlicher Magen möglich | Startstufe wählen, Nebenwirkungen eng beobachten (Ernährung/Trinken aktiv steuern) |
| Halten | Wirkung gut, Nebenwirkungen gering | Oft sinnvoller als „automatisch hoch“ – kleinste wirksame Dosis bevorzugen |
| Zwischenstufe | Sprung zur nächsten Standardstufe war zu hart | Kann Nebenwirkungen reduzieren – nur mit klarer ärztlicher Anleitung |
| Steigern | Wirkung lässt nach, Verträglichkeit stabil | Steigerung frühestens nach Stabilisierung, nicht bei wässrigem Durchfall/Erbrechen |
Mini-Beispiele
Übelkeit/Erbrechen nach Steigerung → eher zurück oder langsamer, Ernährung reset.
Wirkung top, kaum Nebenwirkungen → halten, statt „Protokoll-Automatik“.
Wirkung flacht ab, keine Warnzeichen → ärztlich prüfen, ob nächste Stufe sinnvoll ist.
Lagerung, Kühlung & Reisen (Kurzantwort)
- Vor erster Anwendung: im Kühlschrank (2–8 °C), nicht einfrieren.
- Nach erster Anwendung: Aufbewahrung unter 30 °C möglich; vor Hitze/Licht schützen.
- Wichtig: Pen nicht mit aufgesetzter Nadel lagern (Leckage/Luft).
- Entsorgung: nach der 4. Wochendosis bzw. spätestens 30 Tage nach Erstgebrauch.
Bei Reisen: Kühlkette bis zur ersten Anwendung sicherstellen; danach unter 30 °C möglich (je nach Situation individuell planen).
6. Nebenwirkungen & Warnzeichen: was häufig ist – und was nicht
Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit, Durchfall, Bauchschmerzen, Erbrechen und Verstopfung – besonders nach Start oder Dosis-Erhöhung. Ziel ist nicht „durchhalten“, sondern Plan anpassen.
Häufig (oft steuerbar)
- Übelkeit (v. a. nach fetten Mahlzeiten)
- Verstopfung oder Durchfall
- Völlegefühl, Aufstoßen/Reflux
Warnzeichen (nicht abwarten)
- Nesselsucht, Schwellung, Atemnot (Allergie/Unverträglichkeit)
- Starke Oberbauchschmerzen + Übelkeit/Erbrechen (sofort abklären)
- Anhaltendes Erbrechen oder deutliche Dehydratation
Merksatz: Nebenwirkungen sind ein Signal. Ziel ist Stabilität – nicht „mg-Rekord“.
Nebenwirkungen nach Häufigkeit (patientenfreundliche Einordnung)
Nicht die endlose Liste ist entscheidend, sondern: Wie häufig ist es – und was hilft?
| Häufigkeit | Typische Nebenwirkungen | Praxis-Tipps (kurz) |
|---|---|---|
| Sehr häufig >1 von 10 |
Übelkeit · Durchfall · Bauchschmerzen · Erbrechen · Verstopfung | kleine, fettarme Portionen · langsam essen · trinken + Salz/Brühe · erst erhöhen, wenn stabil |
| Häufig bis 1 von 10 |
Aufstoßen/Reflux · Blähungen · Völlegefühl · Appetitminderung (manchmal „zu viel“) | spätes Essen meiden · Fettmenge runter · Protein in kleinen Portionen planen |
| Gelegentlich bis 1 von 100 |
Kreislaufprobleme bei zu wenig Trinken · stärkere Unverträglichkeit | Trinkmenge aktiv tracken · bei anhaltendem Erbrechen/Durchfall: ärztlich klären |
| Alarm | starke Oberbauchschmerzen · anhaltendes Erbrechen · Atemnot/Schwellungen · schwere Schwäche/Dehydratation | sofort medizinisch abklären (je nach Situation Notfall/116117/Notaufnahme) |
Hinweis: Die exakte Einordnung kann je nach Dokument/Population variieren – die GI-Symptome sind konsistent die häufigsten.
7. Ernährung: Nebenwirkungen reduzieren (die wichtigsten Regeln)
Tirzepatid verlangsamt die Magenentleerung. Deshalb wird die klassische „große Mahlzeit“ schnell zur Falle. Viele Beschwerden sind weniger „Medikament“ – und mehr Mahlzeiten-Design.
Meiden (besonders nach Start/Steigerung)
- Frittiertes, Pizza, Sahnesaucen, sehr fettige Gerichte
- sehr große Portionen, spät abends
- viel Alkohol / sehr süße Getränke
Besser (magenfreundlich)
- Suppen, Haferbrei, Reis, Banane
- mageres Protein (z. B. Joghurt/Quark, Eier, Fisch – individuell)
- gedünstetes Gemüse, kleine Portionen
„Goldene Regel“ (72 Stunden nach Spritze)
½ Portion + später nachlegen – statt „einmal groß“ und dann Übelkeit/Erbrechen. Trinken aktiv planen (bei Durchfall/Übelkeit gern Brühe).
8. Kontrollen & Blutwerte: was sinnvoll ist
Gerade bei deutlicher Gewichtsreduktion lohnt sich ein Basis-Check, um Mangelzustände oder Stoffwechselprobleme früh zu erkennen. Was genau sinnvoll ist, hängt von Ausgangslage, Ernährung und Beschwerden ab.
Basis-Check (häufig sinnvoll)
- Blutzucker / HbA1c (v. a. bei Insulinresistenz/Diabetes)
- Nierenwerte (Kreatinin/eGFR) + Elektrolyte (bei Durchfall)
- Leberwerte
Mangelrisiken bei Gewichtsverlust
- Ferritin/Eisen (v. a. Müdigkeit/Haarausfall)
- Vitamin B12 (je nach Ernährung/Risikoprofil)
- Vitamin D (häufig relevant)
Wann kontrollieren?
Bei Symptomen (z. B. Durchfall/Schwäche → Elektrolyte/Niere) eher früher. Routine je nach Ausgangslage/Indikation in ärztlich sinnvollen Intervallen.
Wenn Sie Betreuung möchten
Wir begleiten GLP-1/Tirzepatid in München-Neuhausen ärztlich: Start, Verträglichkeit, Kontrollen und ein Plan für nachhaltige Gewichts-/Stoffwechsel-Stabilisierung.
9. Kosten: Preisrahmen, Erstattung, typische Denkfehler
Die große Suchfrage lautet: „Was kostet Mounjaro pro Monat?“ Das hängt von Dosis, Apotheke und Verfügbarkeit ab.
- Deutschland: häufig grob ca. 250–450 € / Monat (je nach Dosis/Apotheke/Verfügbarkeit)
- Österreich/Schweiz: kann abweichen (teils höher) – Apothekenpreise variieren
Hinweis: Bitte als Orientierung verstehen. Exakte Preise sind apothekenabhängig (tagesaktuell).
Krankenkasse / Erstattung (kurz & sauber)
- Typ-2-Diabetes: Verordnung/Erstattung ist möglich – Details sind indikations- und fallabhängig.
- Nur Adipositas/Übergewicht: gesetzliche Kassen übernehmen üblicherweise nicht (gesetzlicher Leistungsausschluss; Stand 05.02.2026).
- PKV: abhängig vom Vertrag / Einzelfall.
Das „Vorkasse-Problem“
Viele merken erst nach 4–6 Wochen: Lebensmittel, Lieferdienst und Alkohol sinken – oft deutlich. Aber: Den Pen bezahlt man sofort. Man braucht also Liquidität, auch wenn sich Ausgaben später reduzieren.
Tipp: Wenn das Budget eng ist, ist die beste Strategie fast nie „schnell hochdosieren“, sondern ärztlich stabilisieren, damit keine Abbrüche durch Nebenwirkungen entstehen.
Beispiel-Rechnung (monatlich)
| Posten | Vorher | Mit Therapie |
|---|---|---|
| Lebensmittel & Snacks | 450 € | 250 € |
| Lieferdienste / Gastro | 150 € | 30 € |
| Alkohol / Süßgetränke | 80 € | 10 € |
| Ersparnis Essen | – | ca. 390 € |
| Kosten Pen* | 0 € | ca. 250–450 € |
*Orientierung. Preise können je nach Dosis/Apotheke/Verfügbarkeit variieren (Stand: 05.02.2026).
9b. Mounjaro absetzen: Kommt das Gewicht zurück?
Nach dem Absetzen erleben viele einen Appetit-Rebound: Sättigungssignale sind schwächer, „Snacks rutschen wieder rein“ – und das Gewicht steigt schrittweise. Deshalb gilt: Wer beendet, braucht einen Plan (Protein, Struktur, Krafttraining, Schlaf/Stress) – sonst ist Wiederzunahme häufig.
Warum nehmen manche wieder zu?
- Biologie gewinnt zurück: Appetit ↑, Energieverbrauch passt sich an.
- Gewohnheiten nicht stabil genug: Protein/Struktur/Kraft fehlen.
- Crash-Muster: zu schnelle Steigerung → zu wenig Essen → Gegenreaktion.
- Stress/Schlaf kippt Hunger & Impulskontrolle.
Praxis-Merksatz: Tirzepatid ist selten „Kur“ – eher Teil einer langfristigen Strategie. Absetzen sollte begleitet geplant werden (Tempo, Ziele, Kontrollen).
So senken Sie das Rebound-Risiko (praxisnah)
- Protein zuerst (jede Mahlzeit): Sättigung & Muskelschutz.
- Krafttraining 2–3×/Woche: metabolisches Fundament.
- Portions-Design: klein, langsam, fettärmer – besonders in Übergangsphasen.
- Schlaf/Stress aktiv managen.
- Ärztlicher Plan: Zeitpunkt, Tempo und Kontrollen entscheiden.
10. Häufige Fragen (FAQ)
Ab wann wirkt Mounjaro?
Viele merken Hunger/Sättigung innerhalb von 1–2 Wochen. Ein stabiler Effekt zeigt sich häufig innerhalb von 1–4 Wochen (abhängig von Dosis, Verträglichkeit und Alltag).
Wann sollte man die Dosis erhöhen?
Wenn Wirkung nachlässt, aber Verträglichkeit stabil ist – und keine Warnzeichen bestehen. Nie „automatisch“, sondern nach ärztlicher Bewertung: kleinste wirksame Dosis bevorzugen.
Was tun bei Durchfall – und wie lange ist normal?
Mild 1–3 Tage nach Start/Steigerung ist häufig. Bei wässrigem Durchfall, Kreislaufproblemen oder >7 Tagen: ärztlich abklären. Leichte Kost + Brühe + genug trinken sind Basis.
Übelkeit: Was hilft schnell?
Kleine Portionen, fettarm, langsam essen, nicht spät abends. Bei stärkerer Übelkeit: ärztlich Rücksprache – häufig sind Dosis/Timing/Ernährung die Ursache.
Was darf man bei Mounjaro essen – was besser meiden?
Meiden: fettig, sehr große Portionen, Sahnesaucen, Frittiertes, spät abends, viel Alkohol. Besser: Suppe, Haferbrei, Reis, Banane, mageres Protein, gedünstetes Gemüse.
Welche Blutwerte sollte man kontrollieren?
Individuell. Häufig sinnvoll: HbA1c/Glukose, Elektrolyte/Nierenwerte (v. a. bei Durchfall), Leberwerte, Ferritin/Eisen, B12 und Vitamin D je nach Beschwerden/Risikoprofil.
Was kostet Mounjaro in Deutschland?
Als Orientierung häufig ca. 250–450 € pro Monat – abhängig von Dosis und Apotheke. Exakt zählt der Apothekenpreis (Stand: 05.02.2026).
Zahlt die Krankenkasse Mounjaro?
Bei Typ-2-Diabetes ist eine Erstattung möglich (indikations-/fallabhängig). Bei Verordnung nur für Adipositas/Übergewicht übernehmen gesetzliche Kassen üblicherweise nicht (Stand: 05.02.2026). PKV: abhängig vom Vertrag.
Was ist der Unterschied zu Ozempic – und kann man wechseln?
Ozempic enthält Semaglutid (GLP-1). Mounjaro enthält Tirzepatid (GLP-1 + GIP). Beide beeinflussen Appetit und Stoffwechsel; Tirzepatid ist häufig stärker, kann aber ähnliche GI-Nebenwirkungen machen. Wechsel ist grundsätzlich möglich, sollte aber ärztlich geplant werden (Timing/Startdosis/Nebenwirkungsrisiko).
Wie lagere ich Mounjaro – auch auf Reisen?
Vor erster Anwendung: Kühlschrank (2–8 °C), nicht einfrieren. Nach erster Anwendung: unter 30 °C bis zu 30 Tage möglich; nicht mit aufgesetzter Nadel lagern; vor Hitze/Licht schützen.
Was tun, wenn ich eine Dosis vergessen habe?
Wenn es 4 Tage oder weniger her ist: nachholen, sobald Sie es bemerken. Wenn mehr als 4 Tage vergangen sind: auslassen und am nächsten geplanten Tag fortfahren (nicht doppelt dosieren).
Wann muss ich sofort zum Arzt?
Sofort bei starken Oberbauchschmerzen, anhaltendem Erbrechen, schwerer Schwäche/Dehydratation, Blut im Stuhl, Atemnot oder Gesichtsschwellung (Allergiezeichen).
Was passiert nach Absetzen – kommt das Gewicht zurück?
Häufig steigt Appetit wieder an (Rebound) und Gewicht nimmt schrittweise zu, wenn kein stabiler Plan (Protein, Struktur, Krafttraining, Schlaf/Stress) greift. Absetzen sollte begleitet geplant werden.
Warum nehme ich mit Mounjaro nicht ab?
Häufige Gründe: zu kurze Zeit, zu schnelle Steigerung mit „Crash-Essen“, zu wenig Protein/Krafttraining, Schlafmangel, zu viele flüssige Kalorien oder Plateau. Oft ist es der Plan – nicht nur die mg-Zahl.
Beratung in München (Romanplatz)
Wenn Sie einen sauberen Start-Plan wollen (Nebenwirkungs-Management, Ernährung, Kontrollen, Kosten-Realität): Termin anfragen.
Medizinischer Hinweis
Informationen auf dieser Seite dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Dosierung, Steigerung, Kontrollen und jede Abweichung von Standard-Stufen (z. B. Zwischenstufen) gehören in ärztliche Verantwortung.
Wissenschaftliche & offizielle Quellen
Diese Links untermauern zentrale Aussagen (Wirksamkeit, klinische Daten, Lagerung, versäumte Dosis, Erstattung bei Adipositas).
Gewichtsreduktion (SURMOUNT)
- SURMOUNT-1 (NEJM 2022): Tirzepatide once weekly for obesity (72 Wochen) – RCT-Kernstudie zur Gewichtsreduktion.
Körperzusammensetzung (DXA)
- SURMOUNT-1 Body Composition (2025): Fettmasse & Lean-Mass Veränderungen – hilfreich für Plateau/Protein/Krafttraining.
- Volltext (PMC) zur Body-Composition-Analyse – frei verfügbar.
Herz & Niere (kardio-renal)
- SURPASS-4 Kidney Outcomes (2022): Tirzepatide vs. Insulin glargine – Nierenparameter/Outcomes in T2D.
- SURPASS-CVOT (2025): CV outcomes Tirzepatide vs. Dulaglutide – kardiovaskuläre Endpunkte.
- SUMMIT Trial (HFpEF + Adipositas): Tirzepatide vs. Placebo – klinische HF-Ereignisse + Lebensqualität.
Klinischer Überblick (NCBI)
- NCBI Bookshelf (StatPearls): Tirzepatide – Mechanismus, Anwendung, Nebenwirkungen – kompakter klinischer Überblick.
Fachinfo & Anwendung (offiziell)
- Fachinfo.de: Mounjaro® (Tirzepatid) – u. a. „versäumte Dosis“ (4-Tage-Regel) – amtliche Fachinformation (PDF).
- EMA Produktinformation (DE) – Anwendung, Dosierung, Warnhinweise – europäische Produktinformation (PDF).
- Lilly Medical: Lagerung (2–8°C / <30°C / 30 Tage / ohne Nadel) – Lagerung & Entsorgung.
- Lilly Patient Q&A: Kostenübernahme bei Adipositas/Übergewicht (GKV) – Erstattungslogik (Stand siehe Seite).
Hinweis: Evidenz und Versorgungslage entwickeln sich laufend. Individuelle Indikation, Dosierung und Kontraindikationen gehören immer in ärztliche Hände.
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